Das Dorf Pindi

Das Dorf Pindi liegt im Landkreis Põlva, in der Gemeinde Räpina. Die Fläche des Dorfes beträgt 7,27 km2 (2,73% der Fläche der Gemeinde Räpina). Laut Gemeinderegister leben im Dorf 17 Menschen (Stand 01.08.2012). 6 Wohnhäuser sind das ganze Jahr über bewohnt (Stand 2006).

Das Dorf Pindi ist seit langer Zeit als Landwirtschaftsgebiet bekannt. 1866 wurden im Dorf die ersten Gehöfte gekauft. Der erste Eisenpflug in dieser Gegend wurde von Joosep Pintmann, der hier einen Hof gekauft hatte, gebaut. Er holte auch aus dem Gutshof von Veriora die ersten Kartoffeln ins Dorf Pindi. Die Bewunderung der Dorfbewohner war groβ. Sie besuchten seinen Hof, nahmen Kartoffeln nach Hause mit und pflanzten sie als Probe.

Im Dorf Pindi lag das Bethaus der Brüdergemeinde, in demselben Haus befand sich auch die Schule. Die Schule in Pindi wurde in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts gegründet. Der erste Schulmeister war der ehemalige Kutscher Jüri Armulik aus Kanepi. Schulmeister konnte man damals nur von der Gnade des Kirchenherrn und des Gutsherrn werden. 1920 wurde die Schule 4-klassig und die Zahl der Schüler stieg von 30 auf 50. In der Schule gab es auch eine Bücherei. Am 10. Februar 1929 brannte das Schulhaus in Pindi samt Bestand nieder (auβer der Bücherei). Im Nächsten Jahr arbeitete die Schule im Wohnhaus des Hofes von Pindi Viido. Wegen der geringen Schülerzahl wurde die Schule 1931 aufgelöst.

In den Jahren 1880-1890 waren die fortschrittlichsten Dörfer in der Gemeinde Veriora die Dörfer Viluste (Virusküla) und Pindi. In diesen Dörfern befanden sich Schulen und es wurde mehr Zeitungen gelesen, als in den anderen Dörfern. Besonders die Zahl der „Sakala“- Leser stieg (3-4 Bezieher in der Gemeinde). Auch die Zeitungen „Olevik“ und „Postimees“ wurden gelesen.

Auch heutzutage wird im Dorf Pindi Landwirtschaft getrieben. Vor kurzem wurde MTÜ (gemeinnützige Organisation) Uue Võhni Keskus gegründet. Auf Iniative der Organisation wurde der Stall von Võhni renoviert und zu einem Gemeinschaftshaus umgebaut. Es trägt heute den Namen „Võhni Seltsiait“. 2012 wurde in Pindi ein Dorftag der Gemeinde Räpina veranstaltet.

Sehenswürdigkeiten

Im Kiefernwald von Pindi, etwa 0,3 km vom Dorf jenseits der Eisenbahn an der Landstraβe in Richtung Võuküla liegen acht Hügelgräber, die in das staatliche Register der Kulturdenkmäler aufgenommen sind. Sieben von ihnen liegen auf dem Grundstück von Kahrusaare und ein auf dem Grundstück von Pindi Vidrik. Das gröβte Hügelgrab hat ein Durchmesser von 10 Meter.

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