Das Dorf Pääsna

Das Dorf Pääsna liegt im Landkreis Põlva, in der Gemeinde Räpina. Die Fläche des Dorfes beträgt 4,59 km2 (1,73% der Fläche der Gemeinde Räpina). Laut Gemeinderegister leben im Dorf Pääsna 25 Menschen (Stand 01.08.2012). 12 Wohnhäuser sind das ganze Jahr über bewohnt (Stand 2006).

Das Dorf Pääsna wurde 1558 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Nach einer Legende hat das Dorf folgenderweise seinen Namen bekommen: „Einmal vor langer Zeit waren im Dorf Soohara Pferdediebe. Da sie gejagt wurden, flohen sie über den Fluβ Võhandu, kamen am anderen Ufer auf einem Hügel an, schauten zurück und sagten: Jetzt sind wir entkommen! (entkommen = pääsema). So hat dieser Ort den Namen Pääsna bekommen.“

Nach einer Karte des 19. Jahrhunderts war das Dorf dicht besiedelt. Früher gehörte das Dorf zur Gemeinde Veriora.

Durch das Dorf Pääsna, wie auch durch viele andere Dörfer der Gemeinde Räpina flieβt der Fluss Võhandu. Die Menschen haben immer versucht, die Kraft des Wassers in ihren Dienst zu stellen. 1895 errichtete Gustav Valdson in Pääsna auf seinem Grunstück eine Mühle. Dort wurde Getreide vermahlen, neben der Mühle hat man mit Hilfe von Wasserkraft auch Bretter gesägt und Dachschindel geschnitten. Später, im Zeitalter der Industriekombinate wurden hier Tonnen, Pferdewagen und – schlitten gefertigt. An der Mühle war eine Schmiede, in der Pferdewagen und –schlitten mit Eisen beschlagen und verschiedene Reparaturarbeiten vorgenommen wurden. Mahlgäste kamen aus Suure-Veerksu, Mikitamäe, Lepassaare und Setumaa, meistens wegen gebeuteltem Mehl. Im Mühlensee und in den Kanälen gab es viele Fische: Hechte, Bleie, Barsche, Döbel, Alande, Plötzen, Gründlinge, Quappen, Rotfedern, Weiβfische. Ab 1963 war Erich Tepaskind als Müller tätig. Er arbeitete in der Mühle auch im Jahre 1080.

1896 wurde im Dorf Pääsna in der Familie von Viido Ivand ein Junge namens Jaan Ivand geboren, der nach einem langen Bildungsweg, im Jahre 1928 in der Stadtverwaltung von Tallinn eine Stelle als Inspektor für Kraftwagen und Verkehr annahm. Anfangs arbeitete er daneben auch am Tallinner Technikum. Er war der erste Verkehrsinspektor in Estland und hat zur Regelung des Verkehrs und zur Ausarbeitung der Verkehrsregeln viel beigetragen.

Aivo Parring wurde 1940 in Pääsna geboren. Er ist Dozent an der Fakultät für Mathematik und Informatik an der Universität Tartu, Institut für saubere Mathematik der Universität Tartu, Lektor für Geometrie, Kandidat für Physik-Mathematik, hat seine wissenschaftliche Arbeit in Differenzialgeometrie geschrieben.

Sehenswürdigkeiten und Objekte des Brauchtums

Viromägi auf der Wiese in Pääsna war ein Festplatz der Feuergesellschft von Viluste. Zur Gesellschaft gehörten auch mehrere Männer aus Pääsna.

Bunker der Waldbrüder. Kivisilla Ilmar wollte nicht in den Krieg, er lebte und verbarg sich zehn Jahre im Wald. Im Wald traf er Trumsi Alfred, der unter der groβen Fichte von Pindi Kusta Feuer machte und schlief. Ilmar rief ihn „ins warme Zimmer“, rettete so Alfred das Leben. Der kluge Bunkerbewohner bedeckte die Bunkeröffnung mit Zweigen. Wenn man sie bewegt hatte, sollte man den Bunker verlassen. Im Wald von Haavapää in Richtung Kiisa gab es einen anderen Bunker – es war ein guter Ort, weil aus dem Berg Wasser sickerte. Der Bunker wurde mit einem groβen deutschen Ofen geheizt.

Der Pferdeweg im Dorfes Pääsna führt über das stumpfe Kap des Võhandu-Tals auf dem ehemaligen Territorium von Palo-Pääsna. Es war ein Pferdeweg des Dorfes, der am Hof von Järveotsa vorbei ging. Dem Sohn des Hauses, Peeter Treier, geboren 1874, habe es nicht gefallen, und er habe an dieser Stelle einen Teich gegraben.

Die kulturellen Veranstaltungen des Dorfes Pääsna finden im Hof von Maarjalille statt.

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