Das Dorf Mägiotsa

Das Dorf Mägiotsa liegt im Landkreis Põlva, in der Gemeinde Räpina. Die Fläche des Dorfes beträgt 21,27 km2 und ist neben Kõnnu das zweitgröβte Dorf in der Gemeinde Räpina (8% der Fläche der Gemeinde Räpina). Die Einwohnerzahl des Dorfes beträgt laut Gemeinderegister 54 Menschen (Stand 01.08.2012). 24 Wohnhäuser sind das ganze Jahr über bewohnt (Stand 2006).

Das heutige Dorf Mägiotsa ist mit dem ehemaligen Dorf Kureküla zusammengewachsen. Kureküla, wie auch viele andere Dörfer im Kirchspiel Räpina wurde in schriftlichen Urkunden zum ersten Mal in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, bekanntlich 1588 im Register der Starostei Dorpat erwähnt: kuro kyll – im Besitz des polnischen Kriegers, des Kosaks Gregory Niekrassi ist das ganze Dorf mit einer Gröβe von 3 Haken – Land für drei Höfe. 1601 gab es nach den Revisionsschriften Livlands in Kureküla eine Bauernfamilie und zwei Häuslerfamilien. In den Revisionsschriften vom Jahr 1627, 1630 und 1638 steht, dass Kureküla leer ist. Was ist geschehen? Im Südosten Estlands gab es gleichzeitig drei groβe Katastrophen: Schwedisch-Polnischer Krieg, von der Missernte bedingte Hungersnot (1601 und 1602) und Pest. Mit der Zeit nahm die Einwohnerzahl im Kirchspiel Räpina wieder zu und Kureküla wurde in der schwedischen Zeit wieder besiedelt. 1670 gab es laut Wackenbuch im Dorf 5 Höfe, in denen 6 Familien lebten. 1681 war Kureküla ein inmitten von Feldern liegendes Haufendorf. So sieht es auch heute aus.

Obwohl Kureküla inzwischen den Namen Mägiotsa trägt, gebrauchen die Menschen nach wie vor auch den Namen Mägiotsa.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten die Kinder in Kureküla eine Chance auf Schulbildung, als die Schule von Kõnnu nach Kureküla umzog. 1860 lernten hier 55 Schüler. In der Zeitung „Postimees“ (2. März 1932) konnte man lesen, dass“/…/ schon längere Zeit in den Räumlichkeiten der ehemaligen Grundschule von Kureküla Samstags und Sonntags Vorlesungen der Volkshochschule gehalten werden, die bekannt durch eine aktive Teilnahme sind. Gewöhnlich gibt es mehr als 100 Teilnehmer. Die Vorlesungen werden von den Lehrern Herman Otsman und Paul Heering gehalten.“

In der Zeitung Postimees vom 2. März 1934 steht geschrieben:

„Die Gemeinde Räpina verkauft Schulgrundstücke. In der Gemeinde Räpina wurden die Grundschulen Lokutaja und Kureküla geschlossen. Zu den Schulen gehörten Bauernhöfe, die 12-17 ha groβ sind und Nebengebäude besitzen, die in bester Ordnung sind. Da die Gemeinde nach der Schlieβung der Schulen diese Höfe und Gebäude nicht mehr brauchte, wurden sie versteigert. Das Grundstück der Schule in Lokutaja samt Gebäuden wurde für 4800 Kronen dem Kaufmann von Räpina, Samuel Keerd verkauft. Das Schulgrundstück in Kureküla blieb unverkauft, doch in nächster Zeit wird eine neue Versteigerung veranstaltet. Die Gemeinde hat beschlossen, das Schulgebäude ins Dorf Naha abzufahren, wo die Schule arbeitet, das Schulgebäude aber unbenutzbar geworden ist. Da das Schulhaus in Kureküla in bester Ordnung ist, findet die Gemeinde diesen Schritt aus ökonomischen Gründen richtig.“

Heutzutage beschäftigt man sich in Mägiotsa mit Landwirtschaft. Das Dorf ist von Wäldern umgeben, wo es viele Pilze und Beeren gibt.

Aus dem ehemaligen Kureküla stammt Literaturwissenschaftler Abel Nagelmaa.

Sehenswürdigkeiten

Die vorzeitliche Burg von Kureküla stand auf einem halbbogenförmigen Höhenrücken, dessen Länge 185 m, die Weite des Kamms 18 m und die Höhe 6 m betrug. Obwohl es keinen Zweifel gibt, dass es um einen ehemaligen Zufluchtort handelt, gibt es da keinen Wall, keinen Graben und keine Kulturschicht.

Das Dorf Mägiotsa liegt im Landkreis Põlva, in der Gemeinde Räpina. Die Fläche des Dorfes beträgt 21,27 km2 und ist neben Kõnnu das zweitgröβte Dorf in der Gemeinde Räpina (8% der Fläche der Gemeinde Räpina). Die Einwohnerzahl des Dorfes beträgt laut Gemeinderegister 54 Menschen (Stand 01.08.2012). 24 Wohnhäuser sind das ganze Jahr über bewohnt (Stand 2006).

Das heutige Dorf Mägiotsa ist mit dem ehemaligen Dorf Kureküla zusammengewachsen. Kureküla, wie auch viele andere Dörfer im Kirchspiel Räpina wurde in schriftlichen Urkunden zum ersten Mal in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, bekanntlich 1588 im Register der Starostei Dorpat erwähnt: kuro kyll – im Besitz des polnischen Kriegers, des Kosaks Gregory Niekrassi ist das ganze Dorf mit einer Gröβe von 3 Haken – Land für drei Höfe. 1601 gab es nach den Revisionsschriften Livlands in Kureküla eine Bauernfamilie und zwei Häuslerfamilien. In den Revisionsschriften vom Jahr 1627, 1630 und 1638 steht, dass Kureküla leer ist. Was ist geschehen? Im Südosten Estlands gab es gleichzeitig drei groβe Katastrophen: Schwedisch-Polnischer Krieg, von der Missernte bedingte Hungersnot (1601 und 1602) und Pest. Mit der Zeit nahm die Einwohnerzahl im Kirchspiel Räpina wieder zu und Kureküla wurde in der schwedischen Zeit wieder besiedelt. 1670 gab es laut Wackenbuch im Dorf 5 Höfe, in denen 6 Familien lebten. 1681 war Kureküla ein inmitten von Feldern liegendes Haufendorf. So sieht es auch heute aus.

Obwohl Kureküla inzwischen den Namen Mägiotsa trägt, gebrauchen die Menschen nach wie vor auch den Namen Mägiotsa.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten die Kinder in Kureküla eine Chance auf Schulbildung, als die Schule von Kõnnu nach Kureküla umzog. 1860 lernten hier 55 Schüler. In der Zeitung „Postimees“ (2. März 1932) konnte man lesen, dass“/…/ schon längere Zeit in den Räumlichkeiten der ehemaligen Grundschule von Kureküla Samstags und Sonntags Vorlesungen der Volkshochschule gehalten werden, die bekannt durch eine aktive Teilnahme sind. Gewöhnlich gibt es mehr als 100 Teilnehmer. Die Vorlesungen werden von den Lehrern Herman Otsman und Paul Heering gehalten.“

In der Zeitung Postimees vom 2. März 1934 steht geschrieben:

„Die Gemeinde Räpina verkauft Schulgrundstücke. In der Gemeinde Räpina wurden die Grundschulen Lokutaja und Kureküla geschlossen. Zu den Schulen gehörten Bauernhöfe, die 12-17 ha groβ sind und Nebengebäude besitzen, die in bester Ordnung sind. Da die Gemeinde nach der Schlieβung der Schulen diese Höfe und Gebäude nicht mehr brauchte, wurden sie versteigert. Das Grundstück der Schule in Lokutaja samt Gebäuden wurde für 4800 Kronen dem Kaufmann von Räpina, Samuel Keerd verkauft. Das Schulgrundstück in Kureküla blieb unverkauft, doch in nächster Zeit wird eine neue Versteigerung veranstaltet. Die Gemeinde hat beschlossen, das Schulgebäude ins Dorf Naha abzufahren, wo die Schule arbeitet, das Schulgebäude aber unbenutzbar geworden ist. Da das Schulhaus in Kureküla in bester Ordnung ist, findet die Gemeinde diesen Schritt aus ökonomischen Gründen richtig.“

Heutzutage beschäftigt man sich in Mägiotsa mit Landwirtschaft. Das Dorf ist von Wäldern umgeben, wo es viele Pilze und Beeren gibt.

Aus dem ehemaligen Kureküla stammt Literaturwissenschaftler Abel Nagelmaa.

Sehenswürdigkeiten

Die vorzeitliche Burg von Kureküla stand auf einem halbbogenförmigen Höhenrücken, dessen Länge 185 m, die Weite des Kamms 18 m und die Höhe 6 m betrug. Obwohl es keinen Zweifel gibt, dass es um einen ehemaligen Zufluchtort handelt, gibt es da keinen Wall, keinen Graben und keine Kulturschicht.

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